Zum Inhalt springen
Bademeister am Beckenrand, ein Jugendlicher mit Schwimmflügeln im Becken, im Hintergrund das goldene Fahrschulauto der Lenkradhelden
Laienausbildung und BF17: Äpfel mit Birnen?
Der Verkehrsminister sagt: Was beim BF17 klappt, klappt auch bei der Laienausbildung. Stimmt das? Wir haben uns beides mal nebeneinander angeschaut.
Ein Beitrag der Fahrschule Lenkradhelden aus Hamburg-Bergedorf
Das solltest du wissen
Vorweg: Dass der Führerschein günstiger werden soll, finden wir richtig. Wir wissen, wie viel Geld das für viele Familien ist.
Am 7. Oktober 2026 hat Verkehrsminister Steffen Bilger im Bundestag das Begleitete Fahren ab 17 als Vorbild für die geplante Laienausbildung angeführt. Sein Gedanke: Fahrpraxis mit Eltern oder anderen erfahrenen Fahrern hat sich beim BF17 bewährt. Warum also nicht schon früher damit anfangen?
Klingt einleuchtend. Schauen wir trotzdem kurz auf die Reihenfolge.
Beim BF17 lernst du zuerst in der Fahrschule, mit Fahrlehrer, Plan und zweitem Bremspedal. Dann bestehst du die Prüfung. Erst danach sitzen Mama oder Papa neben dir.
Bei der Laienausbildung soll das private Üben schon vor der Prüfung losgehen. Also in der Phase, in der man noch überlegt, wann eigentlich die Kupplung kommt. Daneben sitzt jemand, der vielleicht seit 25 Jahren unfallfrei fährt, aber nie gelernt hat, wie man das jemand anderem beibringt.
Ist das dasselbe? Oder ein bisschen so, als würde man sagen: Die Badeaufsicht im Freibad funktioniert prima, also klappt das auch beim Schwimmenlernen. Hauptsache, jemand steht am Beckenrand?
Mehr Fahrpraxis ist gut, da sind sich alle einig. Die Frage ist nur: wann, mit wem und wie.
Was meinst du? Äpfel mit Birnen, oder hat der Minister recht? Schreib uns gern, oder komm vorbei und diskutier mit uns.
Quelle: Deutscher Bundestag, Regierungsbefragung vom 07.10.2026 (Video bei phoenix/ZDF)